Trockenes Holz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen sauber funktionierenden Kaminofen.
Ist das Holz zu feucht, brennt es schlechter, erzeugt mehr Rauch und führt schnell zu Ruß im Ofen und im Ofenrohr.

Gesetzlich erlaubt ist eine Restfeuchte von maximal 25 %.
Aus der Praxis ergibt sich eine optimale Restfeuchte von 10-20%.

Mit der richtigen Holzfeuchte heizt der Ofen effizienter und sauberer.

Damit Kaminholz richtig trocknet
richtige Lagerung

Kaminholz sollte luftig gestapelt werden und vor Regen geschützt sein.

ausreichende Trocknungszeit

Je nach Holzart benötigt Brennholz meist 2 bis 3 Jahre, um einen Wert unter 20% Restfeuchte zu erreichen.

Lagerung nicht direkt auf dem Boden

Holz sollte auf Paletten oder Holzleisten liegen, damit Luft auch von unten zirkulieren kann.

offene Seiten des Holzstapels

Holz trocknet deutlich besser, wenn der Stapel seitlich belüftet ist.

Holzfeuchte messen

Mit einem Holzfeuchtemessgerät lässt sich schnell prüfen, ob das Holz geeignet ist.

Einfach zwei Elektroden ins frisch gespaltene Holz drücken.

Der Wert sollte unter 20 % liegen.

zu feuchtes Kaminholz

Durch die erhöhte Restfeuchte muss das Feuer zunächst Energie aufwenden, um das Wasser aus dem Holz zu verdampfen.

Erst danach kann das Holz richtig verbrennen.

Zu feuchtes Holz erkennt man häufig an mehreren Anzeichen:

  • das Holz zischt oder dampft beim Heizen
  • die Flamme wirkt dunkel und unruhig
  • der Ofen entwickelt viel Rauch
  • die Ofenscheibe verrußt schneller

Zu feuchtes Holz verbrennt nicht vollständig und erzeugt deutlich mehr Ruß und Schadstoffe.

zu trockenes Kaminholz

Sehr trockenes Holz kann ebenfalls Nachteile haben.

Bei extrem trockenen Holzscheiten

  • brennt das Holz sehr schnell ab
  • die Wärme wird kurz und intensiv abgegeben
  • der Ofen lässt sich schlechter regulieren

Ein Restfeuchtebereich von 10–20 % sorgt in der Praxis für eine gleichmäßige und kontrollierte Verbrennung.

Tipp vom Profi

Organisieren Sie Ihr Brennholz bereits bei der Lagerung.

Am besten legen Sie drei Holzstapel an:

  1. frisch eingelagertes Holz
  2. Holz in der Trocknungsphase (1–2 Jahre gelagert)
  3. fertiges Brennholz zum Heizen

So wissen Sie jederzeit, welches Holz bereits ausreichend getrocknet ist und vermeiden, versehentlich zu feuchtes Holz zu verbrennen.

Fazit

Gesetzlich darf Kaminholz bis zu 25 % Restfeuchte haben.
Für eine saubere Verbrennung empfiehlt die Praxis jedoch unter 20 %.

Trockenes Holz sorgt für

  • weniger Rauch
  • weniger Ruß
  • eine bessere Wärmeleistung

und schont gleichzeitig Ofen und Schornstein.